Bochum, Deutschland
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Building Information Modeling ist keine Software und kein 3D-Bild, sondern eine Arbeitsweise: Alle Beteiligten planen an einem digitalen Bauwerksmodell, das Geometrie und Informationen trägt. Diese Seite erklärt die Grundbegriffe so, dass man sie im nächsten Projektgespräch sicher benutzt.
BIM heißt: gemeinsam an einem Modell arbeiten, das mehr weiß als ein Plan – und dieses Wissen für Entscheidungen, Prüfungen, Mengen und den Betrieb nutzen.
Nein. Revit, ArchiCAD oder Allplan sind Werkzeuge. BIM ist die Methode, die regelt, wer wann welche Informationen in welcher Qualität liefert – unabhängig vom Programm.
Nur zum Teil. Die Geometrie ist der Träger. Der Nutzen entsteht durch die Informationen daran: Bauteiltyp, Brandschutzklasse, Kostengruppe, Raumzuordnung, Wartungsintervall.
Nein. Entscheidend ist der Zuschnitt: so viel BIM wie nötig, so wenig wie möglich. Ein kleines Projekt profitiert schon von sauberen Modellen und automatischen Prüfungen.
Jede „Dimension“ verknüpft das Modell mit einer weiteren Art von Information. Die Zählung ab 6D ist nicht einheitlich – wichtiger als die Zahl ist der Anwendungsfall dahinter. Klick auf eine Stufe.
Jede Disziplin modelliert ihr eigenes Fachmodell. Zusammengeführt ergeben sie das Koordinationsmodell, an dem geprüft und abgestimmt wird. Alles zusammen ist das Projektinformationsmodell – und was der Betrieb davon braucht, wird bei der Übergabe zum Asset-Informationsmodell.
Ein Modell in der gemeinsamen Datenumgebung (CDE) hat immer einen Status. Er sagt, ob man mit dem Stand arbeiten darf oder nur hineinschauen.
Ein dreigeschossiges Bürogebäude aus Rohbau, Fassade, Ausbau und Technik. Lass das Modell durch die Leistungsphasen wachsen, zieh die Geschosse auseinander, schneide es auf – und starte die Kollisionsprüfung: Sie findet echte Überschneidungen zwischen Technik und Tragwerk und unterscheidet sie von freigegebenen Durchbrüchen.
Das Modell wird geladen (ca. 600 kB, selbst gehostet – kein externer Dienst).
Beispielmodell, prozedural erzeugt – Geometrie, Kostengruppen und LOI-Angaben sind vereinfacht. Im Projekt arbeiten wir mit den echten Revit- und IFC-Modellen.
Wie genau ein Bauteil modelliert wird (Level of Geometry) und welche Informationen es trägt (Level of Information), hängt davon ab, wofür es gerade gebraucht wird. Die Norm nennt das „Level of Information Need“: nicht so viel wie möglich, sondern so viel wie nötig für den Zweck. Beispiel Außenwand – wähle eine Phase.
HOAI-Leistungsphase antippen – wir zeigen die typischen BIM-Schwerpunkte und den Informationsbedarf. Genau dort setzen unsere Leistungen und Werkzeuge an.
Die Rollennamen werden in der Praxis unterschiedlich benutzt. Hier die gängige Aufteilung – wichtig ist, dass jedes Projekt sie im BAP eindeutig belegt.
Formuliert die Anforderungen des Bauherrn (AIA), prüft den Erfüllungsgrad und hält die Verbindung zum Betrieb. Fragt: Bekommen wir, was wir bestellt haben?
Legt Strategie, Arbeitsumgebung, Prozesse und Standards fest, schreibt und pflegt den BAP, steuert die Gesamtkoordination und überwacht die Umsetzung.
Bindeglied zwischen den Koordinatoren der Fachplaner und dem BIM-Manager. Führt die Fachmodelle zusammen, prüft Qualität und Kollisionen, verteilt die Aufgaben.
Ansprechpartner seiner Disziplin für alles, was BIM betrifft. Verantwortet, dass das Fachmodell fristgerecht und in der geforderten Qualität geliefert wird.
Modelliert nach Modellierungsrichtlinie, pflegt die Attribute aus der Element-Attribut-Matrix und leitet Pläne und Listen aus dem Modell ab.
Koordiniert planungsrelevante Tätigkeiten über alle Phasen, hält Termine und Protokolle und stimmt sich eng mit dem BIM-Management ab.
Ein Anwendungsfall ist eine konkrete Aufgabe, die mit dem Modell gelöst wird. Gute BAPs ordnen jeden Anwendungsfall einem Ziel zu – und lassen weg, was keinem Ziel dient. Filtere nach Ziel.
Alle Beteiligten arbeiten in derselben Autorensoftware und tauschen native Dateien. Vorteil: verlustfreier Austausch, gemeinsame Vorlagen, tiefe Koordination. Nachteil: Softwarezwang für alle Partner.
Jeder arbeitet in seiner Software; der Austausch läuft über offene Formate wie IFC und BCF. Vorteil: freie Werkzeugwahl, langfristig lesbare Daten. Nachteil: Export und Prüfung müssen sauber eingerichtet sein.
In der Praxis häufig: intern nativ, nach außen IFC. Das Koordinationsmodell entsteht aus IFC-Exporten, deren Einstellungen im BAP dokumentiert sind.
Alle Kostengruppen der DIN 276 zum Nachschlagen – tippen zum Suchen, klicken zum Kopieren der Kennzahl. Genau die Systematik, die der ParaCockpit per Wenn-Dann-Regel automatisch in eure Revit-Parameter schreibt.
Gliederung in Anlehnung an DIN 276:2018-12 (Kurzbezeichnungen, ohne Gewähr); maßgeblich ist der Normtext des DIN. Dritte Ebene dargestellt für die Bauwerkskosten (KG 100–400).
Wie Anforderungen des Bauherrn zum Abwicklungsplan werden – mit Checkliste zum Abhaken und dem BAP-Baukasten.
Zur SeiteKurze Antworten auf die Fragen, die uns Bauherren und Planer am häufigsten stellen.
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