Bochum, Deutschland
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Wer Informationen bestellt, muss sagen, wofür er sie braucht. Genau das regelt das Informationsmanagement nach DIN EN ISO 19650: Der Auftraggeber beschreibt seine Anforderungen (AIA), das Planungsteam beschreibt, wie es sie erfüllt (BAP). Hier steht, wie die Bausteine zusammenhängen, welche Fragen ein Bauherr sich stellen sollte und wie ein BAP aufgebaut ist – zum Nachlesen, Abhaken und Zusammenbauen.
Informationsanforderungen entstehen von oben nach unten: Aus den Zielen der Organisation und den Bedürfnissen des Betriebs bündelt der Auftraggeber seine Anforderungen an das Projekt. Das Planungsteam antwortet mit dem BIM-Abwicklungsplan. Am Ende stehen Modelle, die genau die Informationen tragen, die gebraucht werden. Klick auf eine Station.
Die Norm verfolgt mit dem Informationsanforderungsprozess drei Ziele. Alle drei scheitern, wenn die Anforderungen zu umfangreich oder zu dünn sind – deshalb ist die ausgewogene AIA das eigentliche Kunststück.
Behindert den Projektablauf, erzeugt Redundanzen und Verschwendung: Attribute werden gepflegt, die niemand nutzt. Modelle werden schwer, Prüfungen lang, Widerstand wächst.
Jede Anforderung ist auf einen Anwendungsfall, einen Zeitpunkt und einen Empfänger zurückführbar. Das ist die Grundlage für planerunabhängige Standards, Vorgehensweisen und Datenspezifikationen.
Entscheidungen werden auf unzureichender Grundlage getroffen, Betriebsdaten fehlen bei der Übergabe, jeder Planer liefert nach eigenem Verständnis – die Modelle passen nicht zusammen.
Drei Blöcke, drei Gesprächspartner: Die OIR-Fragen klärt der Bauherr mit sich selbst, die AIR-Fragen mit dem Betreiber bzw. Facility Management, die AIA-Fragen mit dem BIM-Management. Hake ab, was geklärt ist – der Stand bleibt in deinem Browser gespeichert, die offenen Fragen kannst du als Text mitnehmen.
Der BIM-Abwicklungsplan ist das zentrale, verbindliche Dokument, mit dem das Planungsteam projektspezifisch festlegt, wie die Anforderungen aus den AIA erfüllt werden: Ziele, Anwendungsfälle, Rollen, Modelle, Austausch, Qualitätssicherung. Er ergänzt die Planer- und Bauverträge und wird als „lebendes Dokument“ über das Projekt fortgeschrieben.
Die Gliederung hat sich in der Praxis bewährt: Die Kapitel 0 bis 7 beschreiben den Weg von der Einordnung über die Anforderungen bis zur Qualitätssicherung. Alles, was tabellarisch, umfangreich oder häufig in Bewegung ist, lebt in Anhängen. Wie das im Detail dargestellt wird, kann von Projekt zu Projekt variieren – die Struktur bleibt.
Wähle ein Ausgangsprofil, schalte Bausteine an oder ab, markiere Anwendungsfälle als umzusetzen oder angestrebt und wähle die Anhänge. Rechts entsteht die nummerierte Gliederung deines BAP – zum Kopieren, als Markdown-Datei oder zum Drucken. Deine Auswahl bleibt im Browser gespeichert.
Ein Profil setzt eine sinnvolle Vorauswahl. Danach kannst du alles einzeln ändern.
Die acht Hauptkapitel sind gesetzt. Die Unterkapitel wählst du nach Projektgröße und Bedarf.
Ein Klick: umzusetzen (Vertragsbestandteil). Zweiter Klick: angestrebt (optional im Projektverlauf). Dritter Klick: aus.
Anhänge sind eigene Dokumente oder Tabellen. Kapitel 4 beschreibt sie kurz und verweist darauf.
Die Gliederung ist ein Startpunkt. Inhalte, Tabellen und Anhänge füllt das Projektteam gemeinsam – am besten im Kick-off.
Wir erstellen und bewerten AIA und BAP praxisnah – damit daraus gelebte Prozesse statt Papier werden. Auf Wunsch begleiten wir das Projekt als BIM-Management oder Gesamtkoordination.